Blonde Redhead

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Blonde Redhead
Blonde Redhead
Blonde Redhead
Herkunft: New York City
Aktiver Zeitraum: seit 1993
Genres: Indierock, Psychedelic, Shoegaze
Labels: Smells Like Records, Touch & Go, 4AD
Homepage: Blonde-Redhead.com
Line-Up:
Kazu Makino: Gitarre, Gesang
Amedeo Pace: Gitarre, Gesang
Simone Pace: Schlagzeug, Percussion
Ehemalige Mitglieder:
Maki Takahashi: Bass (1993-1995)
Toko Yasuda: Bass (1995)
Vern Rumsey: Bass (1997)
Skuli Sverisson: Live-Bass

Blonde Redhead sind eine Indierock/Shoegaze-Band aus New York, die 1993 von den Zwillingsbrüdern Amedeo und Simone Pace sowie Sängerin und Gitarristin Kazu Makino gegründet wurde.

Bandgeschichte

Die Zwillingsbrüder Amedeo und Simone Pace wurden zwar in Mailand geboren, zogen dann aber mit ihrer Familie nach Montreal in Kanada. Von dort aus ging es nach Boston, wo sie Jazz studierten, und schließlich Anfang der Neunziger weiter in die Ostküstenmetropole New York. Dort tauchten Gitarrist Amedeo und Schlagzeuger Simone in die Underground-Musikszene ein und ließen sich vor allem von den Indie-Archetypen Sonic Youth inspirieren, zu denen sie auch bald persönliche Kontakte knüpften. Zusammen mit der japanischstämmigen Sängerin und Gitarristin Kazu Makino sowie Bassistin Maki Takahashi gründeten die Zwillinge dann 1993 Blonde Redhead, mit denen sie ihre Einflüsse aus No Wave (der Bandname selbst war einem Songtitel der No Wave-Band DNA entliehen), Jazz, Noiserock, Avantgarde und Shoegaze verarbeiten wollten. Ihr selbstbetiteltes Debütalbum nahm die Gruppe 1994 auf, wobei Sonic Youth-Schlagzeuger Steve Shelley produktionstechnisch zur Seite stand, und in der Tat evozierte die Platte bei den Kritikern nicht selten Vergleiche mit Shelleys Hauptband, wenn auch mit stärkerem Fokus auf britischen Shoegaze-Pop.

Nach dem Release des 1995 auf Shelleys Label Smells Like Records veröffentlichten Debüts verließ Maki Takahashi die Gruppe und wurde kurzzeitig von Toko Yasuda ersetzt (vormals bei The Lapse und The Van Pelt, heute bei Enon), doch grundsätzlich sind Blonde Redhead bis heute als Trio ohne festen Bassisten zu verstehen. Das zweite Album, das mit seinem Titel "La Mia Vita Violenta" (zu Deutsch: Mein gewalttätiges Leben) die Bandtradition italienischer Wortkonstruktionen fortführte und ebenfalls noch 1995 erschien, arbeitete die Ideen des Debüts zwischen atmosphärischem Noise und sägender Gitarrenarbeit in hektischen Sprüngen weiter aus. 1997 half Unwound-Bassist Vern Rumsey bei den Aufnahmen zu "Fake Can Be Just as Good" aus, das noch mehr Elemente aus Pop und Atonalität zum Bandsound hinzufügte und zudem erstmals auf Touch & Go erschien. Auch die Nachfolger "In an Expression of the Inexpressible" (1998) und "Melody of Certain Damaged Lemons" (2000) wurden von besagtem Jesus Lizard-Label herausgebracht und von Fugazi-Bassist Guy Picciotto, der das Klangbild der Band verschlankte und auch etwas zugänglicher gestaltete, produziert. Als Begleit-Release zum vierten Album erschien ebenfalls im Jahr 2000 die EP "Mélodie Citronique", auf der Blonde Redhead unter anderem französische und italienische Versionen ihrer Songs spielten sowie Slogan von Serge Gainsbourg coverten.

Danach mussten Blonde Redhead allerdings eine Pause einlegen, denn Kazu Makino erlitt einen Unfall, bei dem sie unter die Hufe eines Pferdes gelangte und sich länger im Krankenhaus aufhalten musste. Allerdings zog die Musikerin daraus auch Inspiration, wie das fünfte Studioalbums "Misery Is a Butterfly" (2004) zeigte, das abermals unter Picciottos Regie aufgenommen wurde und auf fast alle kantigen Elemente der Vorgänger zugunsten einer romantischen Düsternis à la This Mortal Coil verzichtete. Wie bei "Melody of Certain Damaged Lemons" erschien eine Begleit-EP, die diesmal den Namen "The Secret Society of Butterflies" trug und ebenfalls neu vertextete Versionen von Albumtracks enthielt. Das auf 4AD veröffentlichte "23" von 2007 fügte elektronische Elemente hinzu und gab sich deutlich leichter als der Kammer-Pop-Vorgänger, und bei dem bislang letzten, u.a. von Alan Moulder produzierten Album namens "Penny Sparkle" aus dem Jahr 2010 traten die Trademark-Doppelgitarren der Band zugunsten der Elektronik so weit in den Hintergrund wie nie zuvor. Zuvor hatten Blonde Redhead noch den Soundtrack zur Rollenspiel-Dokumentation "The Dungeon Masters" geschrieben, die 2008 in die Spezialkinos kam und deren Soundtrack auch auf CD erscheinen sollte, was bislang jedoch noch nicht verwirklicht worden ist.

Kollaborationen

Diskographie

Alben
  • 1995 Blonde Redhead (LP/CD, Smells Like Records)
  • 1995 La Mia Vita Violenta (LP/CD, Smells Like Records)
  • 1997 Fake Can Be Just as Good (LP/CD, Touch & Go)
  • 1998 In an Expression of the Inexpressible (LP/CD, Touch & Go)
  • 2000 Melody of Certain Damaged Lemons (LP/CD, Touch & Go)
  • 2004 Misery Is a Butterfly (LP/CD, Touch & Go)
  • 2007 23 (LP/CD, 4AD)
  • 2010 Penny Sparkle (LP/CD, 4AD)
Singles/EPs
  • 1993 Amescream / Big song (7", Oxo Records)
  • 1994 Vague / Jet Star (7", Smells Like Records)
  • 1995 10 Feet High / Valentine (7", Smells Like Records)
  • 1995 Flying Douglas / Harmony (7", Rough Trade)
  • 1997 Symphony of Treble / Kasuality (7", Touch & Go)
  • 1998 Limited Conversation / Slogan (7", Touch & Go)
  • 2000 Mélodie Citronique (12"/CD-EP, Touch & Go)
  • 2004 Elephant Woman (7", 4AD/Beggars Banquet)
  • 2004 Equus (7", 4AD/Beggars Banquet)
  • 2005 The Secret Society of Butterflies (CD-EP, 4AD/Beggars Banquet)
  • 2007 23 (7", 4AD)
  • 2007 Silently (7", 4AD)

Referenzbands

Coverversionen

Blonde Redhead covert …

Weblinks