Black Circle

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"Black Circle" oder auch "Inner Circle" war der Name den der Kern der norwegischen Black Metal-Szene sich Anfang der 1990er gab.

Geschichte

Der Gitarrist der Band Mayhem (Euronymous bürgerl. Oystein Aarseth) gilt als der Begründer der (neuen) Black Metal-Szene und der Musik. Anfang der '90er kaufte er sich ein Ladenlokal in Oslo in dem er den Plattenladen "Helvete" (norw.="Hölle") einrichtete. In diesem Laden wollte er zunächst nur Black Metal-Platten verkaufen; sah jedoch recht schnell ein, dass er damit den Laden nicht finanzieren konnte. Vorher hatte er bereits ein Label mit dem Namen "Deathlike Silence Productions" (vorher "Posercorpse Productions") gegründet über das er ebenfalls nur Black Metal-Platten veröffentlichen wollte. Helvete wurde somit auch das Zentrum seines Labels. Im Laufe weniger Monate wurde der Laden zum Treffpunkt der entstehenden Black Metal-Szene in Norwegen. Euronymous trug somit stark zur Bildung der Szene bei. Viele der Kunden, die eigentlich auf der Suche nach Death Metal-Platten waren, kamen hier das erste Mal mit Black Metal in Kontakt. Die eingefleischten Szene-Mitglieder nannten sich Black- oder Inner Circle. Nach außen versuchte man damit den Eindruck einer organisierten Szene oder Struktur zu erwecken. Wahrscheinlicher ist jedoch, dass es eine solche Struktur niemals wirklich gab. Das Ladenlokal (oder speziell der Keller) diente zeitweise als Übernachtungsmöglichkeit für einige der Szenemitglieder, die nicht aus Oslo kamen.

Mitglieder

Viele Musiker und Fans behaupten heute, dass sie Mitglieder des Black Circle waren, obwohl sie entweder niemals oder nur selten mit den Musikern der Szene zu dieser Zeit in Kontakt kamen. Gesichert scheint jedoch die Mitglidschaft von Musikern der folgenden Bands:

und einiger anderer.

Diskussion

Der Black Circle wurde von den Medien zu Zeiten der Kirchenbrände und Morde zu mehr gemacht, als er war. Die Mitglieder wollten sich nur einen möglichst geheimnisvollen Namen geben. Der Eindruck einer logenartigen Organisation sollte erweckt werden. In Wahrheit war er vermutlich nur kurz oder gar nicht organisiert, sondern eher ein Symbol. Dennoch sind die Bands, die dort Mitglied waren, bis heute wahre Kultbands, und der Black Circle ist eine Organisation, an die man sich in der Szene immer wieder gerne erninnert. Teilweise wird versucht, Ähnliches wieder aufzubauen. Viele der Musiker sagen heute, dass es den Black Circle überhaupt nicht gab, sondern er lediglich in Interviews Verwendung fand. Dies zeigt noch deutlicher, dass es sich vermutlich mehr um eine Idee und eine Möglichkeit, sich "böser" und geheimnissvoller aussehen zu lassen, handelte.

Der Black Circle zerbrach spätestens mit dem Mord an Euronymous und der Inhaftierung vieler seiner Mitglieder, wie z.B. Bard "Faust" Eithun (Emperor) oder Varg Vikernes (Burzum).