Björk

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Björk Guðmundsdóttir
Björk (Santiago, Chile, 2007)
Björk (Santiago, Chile, 2007)
Geboren: 21. November 1965 (51 Jahre)
in Island
Aktiver Zeitraum: seit 1977
Genres: Electronica
Trip Hop
Avantgarde
Pop
Instrumente: Gesang
Labels: One Little Indian Records
Homepage: Bjork.com
Bands:
Tappi Tíkarrass
KUKL
Sugarcubes

Björk (QWERTY Bjoerk) heißt mit vollem Namen Björk Guðmundsdóttir und wurde am 21. November 1965 in Reykjavík (Island) geboren. Sie ist eine der bekanntesten und umstrittensten Künstlerinnen der elektronischen Popmusik und hat während ihrer Karriere zahlreiche eingängige, wie experimentelle Alben und Soundtracks veröffentlicht.

Biographie

Anfänge

Ihre musikalische Karriere begann im Alter von elf Jahren, als sie in der Grundschule klassisches Klavier zu spielen lernte. Schon bald darauf bekam sie einen Plattenvertrag angeboten und nahm 1977 mit der Hilfe ihres Stiefvaters, der Gitarre spielte, ihr erstes Album auf. Darauf enthalten waren verschiedene isländische Kinderlieder und Coverversionen von populären Songs wie z. B. "Fool on the Hill" von den Beatles (auf Isländisch "Álfur Út Úr Hól"). Das Album wurde ein großer Erfolg in Island, blieb sonst unbeachtet.

Nach einer Mädchen-Punkband und einer Fusionjazz-Gruppe gründete sie mit Guðlaugur Óttarsson, Sigtryggur Baldursson und Birgir Mogensen die Band KUKL, was auf Isländisch soviel heißt wie "Hexerei". Schon damals begann Björk, ihren unverkennbaren Gesangsstil zu entwickeln. Im Sommer 1986 gründeten einige Mitglieder von KUKL eine neue Band mit dem Namen Pukl, die schon bald in Sugarcubes umbenannt wurde.

Die erste Single der Sugarcubes, "Afmæli" (dt. "Geburtstag") wurde gleich ein großer Hit in England. Die Band unterschrieb darauf bei One Little Indian in England und bei Elektra Records in den USA und nahm 1988 ihr erstes Album, "Life's Too Good", auf. Als sich 1992 zwischen Björk und Einar Örn Spannungen aufbauten, beschlossen sie, getrennte Wege zu gehen.

Solo

Nachdem ihr erstes Solo-Album "Björk", auf isländisch eingesungen, praktisch unbeachtet blieb, zog Björk nach London und arbeitete mit Nellee Hooper an einer Solokarriere. "Human Behaviour" wurde ihr erster internationaler Soloerfolg. Im Juni 1993 folgte ihr internationales Solo-Debütalbum, welches den schlichten Namen "Debut" trug.

Sie kehrte 1994 zurück ins Studio, um an ihrem nächsten Album "Post" zu arbeiten – diesmal wieder mit Nellee Hooper, Tricky, Graham Massey von 808 State und Howie B.. 1996 wurde das Remix-Album "Telegram" veröffentlicht, das Neubearbeitungen von "Post"-Songs enthielt.

1997 stellte Björk Ihr Album "Homogenic" in Spanien fertig, für das sie mit Mark Bell von LFO (UK), Eumir Deodato und Howie B zusammenarbeitete.

Im Mai 2000 erschien der Film Dancer In The Dark des Regisseurs Lars von Trier in den Kinos, in dem Björk die Hauptrolle spielt. Ihre Darstellung der erblindenden Selma Jezkova, die am dramatischen Ende des Films wegen Mordes hingerichtet wird, wurde unter anderem in Cannes mit der Goldenen Palme ausgezeichnet. Der Song I've Seen It All aus dem Soundtrack, der ebenfalls komplett von ihr stammt, wurde unter anderem für den Oscar nominiert. Nach den Dreharbeiten des Films verkündete Björk, dass sie nie wieder als Schauspielerin arbeiten wolle, da die Arbeit unter Lars von Trier für sie sehr schwierig gewesen sei.

2001 erschien das Nachfolgealbum zu Homogenic, "Vespertine", das viele Facetten aus Beats und Rhythmen, dazu Inuit-Chöre, Klänge der Experimentalgruppen Matmos und Oval und auch eines Kammerorchesters enthält. "Family Tree", eine Art Greatest Hits-Box, erschien 2003 und enthielt CDs und DVDs, welche die verschiedenen Schaffensphasen aus den ersten 10 Jahren ihrer Solokarriere zeigten.

Im August des Jahres 2004 erschien das Album Medúlla, bei dem die menschliche Stimme ganz im Vordergrund stand. Als Vocalisten lud sie unter anderem Beatbox-Künstler Rahzel, Mike Patton und Robert Wyatt ein. Selbst Außergewöhnliches wie Inuit-Kehlkopfgesang wurde in die Songs integriert. Am 25. Juli 2005 erschien mit "The Music from 'Drawing Restraint 9'" ein Soundtrack, den Björk für den gleichnamigen Film ihres Lebensgefährten Matthew Barney komponiert hatte.

Mit Volta kehrte Björk im Jahr 2007 nach einigen sehr introvertierten und experimentierfreudigen Platten dann zu ihren musikalischen Anfängen zurück. Einige Tracks des Albums entstanden in Zusammenarbeit mit Hip-Hop-Produzent Timbaland. Als Herzstück das Albums wurde die Single Wanderlust beschrieben.

2008 arbeitete die Isländerin erneut mit Radiohead-Frontmann Thom Yorke für die Single Náttúra zusammen. Die Erlöse aus den Einahmen kommen einer gleichnamigen Umwelt-Stiftung zugute, die es sich zum Ziel gesetzt hat, die isländische Natur vor Eingriffen durch Wirtschaftsunternehmen zu schützen.

Ende 2010 erschien mit To Lee, With Love, Nick ein von Modefotograf Nick Knight inszeniertes Musikvideo, welches dem im Februar selben Jahres verstorbenen Modedesigner Alexander McQueen gewidmet ist.[1] Björk trug, wie auch Lady Gaga, Kanye West und diverse andere Musiker, in ihren Videos und bei Live-Auftritten desöfteren Kleidungsstücke von McQueen. Außerdem entwarf McQueen Albumcover-Designs für Björk und half bei ihren Musikvideos mit. Im selben Jahr veröffentlicht Björk die in Zusammenarbeit mit Sjón entstandene Charity-Single The Comet Song, deren Erlöse den Opfern der Flutkatastrophe in Pakistan zugut kommt und gleichzeitig Soundtrack ist für den finnischen Kinder-Film Moomins and the Comet Chase.

Mit Biophilia wurde für September 2011 ein neues Björk-Album angekündigt, welches in Form eines interaktiven Programmes (app) für das iPad erscheinen soll.[2] Neben der Musik sollen unter anderem Animationsvideos und Spiele Teil der Anwendung sein.[3] Vor Veröffentlichung des Albums erscheint das wieder einmal von Michel Gondry produzierte Musikvideo zu Crystalline.[4]

Björk in Filmen

Obwohl Björk in diversen Interviews betont hat, eigentlich nur wenige schauspielerische Ambitionen zu haben, tritt sie immer wieder in Filmen auf.

Ihr Debüt als Schauspielerin gab sie 1990 in The Juniper Tree, einem Märchenfilm aus Island. 1994 hatte Björk einen kurzen Auftritt als Model in Robert Altmans Komödie Prêt-à-Porter, bis sie im Jahr 2000 die vielbeachtete und preisgekrönte Rolle der erblindenen Selma in Lars von Triers Musical-Drama Dancer in the Dark spielte.

Und obwohl sie nach den nervenaufreibenden Dreharbeiten nicht mehr als Schauspielerin arbeiten wollte, sah man Björk 2005 wieder im Kino, und zwar in Drawing Restraint 9, einem Film ihres Lebensgefährten, des Künstlers Matthew Barney.Der letzte Auftritt war dann 2007 ein eher indirekter, und zwar als Annas Synchronstimme in Anna and the Moods, einem Animationsfilm aus Island.

Diskographie

für die komplette Diskographie siehe den Artikel Björkdiskographie

Kollaborationen

Kompilationsbeiträge

Trivia

Wie es dazu kam erzählt PJ Harvey so:
Die wollten, dass Björk ein Duett mit "Meat Loaf" singt. Da bekam ich einen Zettel von ihr auf dem stand: "Polly, rette mich vor dem Fleischhaufen." [1]
  • Bekannt geworden ist Björk unter anderem für einige ausgefallene Kleidungsstücke, die sie zu öffentlichen Auftritten trägt. Eines der berühmtesten ist wohl ihr Auftritt bei den Oscars 2000 in einem Schwanenkleid.
  • Björk hatte einige Jahre ein Verhältnis mit Goldie, sie trennten sich im September 1996.
  • Björk wurde mit dem Song „Play Dead“ von 1993 in die Liste 100 Great Voices des britischen Magazins Mojo gewählt (1994).

Coverversionen

Björk covert...

  • It's Oh So Quiet von Betty Hutton

Björk wird gecovert von...

Björk Remixe

Von Björks Stücken existieren etliche anscheinend halb autorisierte Remixe im Internet, eine Auswahl wird auf einer eigenen Webseite angeboten, viele sind auf Youtube zu hören.[5] Zu den Remixern gehören Underworld, Modeselektor, Endomorphine, Deodato, LFO (UK) sowie ...

Inzwischen existieren auch viele Playlists auf den verschiedenen Plattformen, die Playlists auf Youtube sind grundsätzlich lückenhaft.

wichtige Filmpreise und Nominierungen

Dancer in the Dark:

Literatur

( ISBN-13 978-0-747523-73-4 ) – vergriffen

Weblinks

  1. http://www.visions.de/news/13664/Bjoerk-In-Gedenken-an-McQueen
  2. http://www.dazeddigital.com/music/article/11007/1/bjork-violently-appy?
  3. http://www.spex.de/2011/06/28/bjork-erste-hoerprobe-vom-neuen-album-biophilia/
  4. http://www.spex.de/2011/07/26/video-werkschau-bjoerk-vs-michel-gondry/
  5. Tea's Björk Remix Web [2] bei Björk Remixes.com