Benutzer:UU-ji

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Valse Musette, 1951. Der performative turn. Neben der Performanz der Interpreten entscheiden Iterabilität und Zieterfähigkeit des Materials über den musikalischen Bestand, die Performativität eines Textes, und bestimmen letztendlich die Performance. Die Szene im Film sollte jede Voraussetzung bieten, performative Akte in der Musik ins Visier zu nehmen. Die Inszenierung oder das Kollektivgefühl interessieren mich dabei weniger. Wo sind im musikalischen Text Verweise auf Sprechhandlungen zu finden und wo werden Kompetenzen repräsentiert. Zu Beginn eine Tonleiter, als solche einer Sprechhandlung mehr gegenübergestellt, als dass sie auf Sprechakte verweist – abgeschlossen von einem, nochmal Sprechakten deutlich entgegengestellten, wortlosen Singsang, der von der Picknick-Gesellschaft kollektiv ausgeführt wird. „Die Tonleiter ist [...] eines der wenigen Ereignisse, die Musik ohne den Einfluss der Sprache vorstellen.“ (Crypta musica, 2017). Vorgeführt werden Kompetenzen, die Instrumentierung entspricht dagegen derjenigen von Straßenmusikern und lässt sich entsprechend leichter in einen Zusammenhang bringen, der vielleicht noch durch den 3/4- oder Pseudo-6/8-Takt und die sanglichen Manierismen gestützt wird. Hinzu kommt die Verankerung im Pariser Milieu, die eine zeitgemäße Folklore ermöglicht und damit eine Authentizität, die der Sprache selbst vorgeordnet erscheint. Auch die Musik erscheint in Folge, als langue oder geschriebener Dialekt, der Sprachausführung (parole) vorgeordnet. Die Fortführungen der Melodielinie sind nur in wenigen Abschlussformulierungen ("l'éspoir fleurit, au ciel de Paris") etwas näher an der Sprache, verhalten sich erst in den Zusammenfassungen sprechaktkonformer. Interessant ist auch, dass das Flüstern der Gesellschaft und weitere Hintergrundgeräusche das Stück hindurch zu hören sind. Ganz und gar entgegengesetzt zum Beispiel Ray CharlesHit the Road Jack (1961) [1] bei Youtube: "What you say?" Wie verhält sich die Anwendung eines Performanzmodells zu Aufführungen zum Beispiel einer Peking-Oper? Das könnte eine Frage sein, die sich anschließt – Havoc in Heaven [2] bei Youtube. Vielleicht verbinden Kinder Musik auch eher mit Performanzen von Interpreten, als mit der Performativität von Texten, wenn sie zum Beispiel per Toniebox, die der Sprössling eines Nachbarn heute angeschleppt hat, eine Geschichte oder Klangverläufe mit Spielfiguren verbinden, die die entsprechenden Dateien enthalten. Wege in die Gesellschaft? Aber das gehört vielleicht in den Bereich der Ideologie. Vielleicht könnte die Firma zur Abwechslung auch einen Adorno oder Deleuze als Tonie entwickeln. Wie ist das Verhältnis von Performanz und Performativität bei Brian Ferneyhough zu bewerten.

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Alle per Youtube eingebetteten Videos in einer Playlist: [3]

Peking-Oper? [4] bei der de.wiki. Artikel Sieg über die Sonne (Oper) [5] bei der de.wiki. Hier: Ferneyhough für Anfänger, Taymur Streng. Die Negativliste Unbesetzte Autoritäten kann, wie alle anderen Bearbeitungen dieser Seite, über die Versionsgeschichte eingesehen werden.

  • Kann es sein, dass die Populäre Musik sich genauso intensiv mit der Ausdifferenzierung von Deessentialisierungsstrategien befasst, wie die Neue Musik mit Essentialisierungsstrategien?
  • Zum Erschließen von Chartsmusik empfiehlt sich aus musikwissenschaftlicher Perspektive zuweilen eine Einstellung, die besagt: Wenn ich das Zeug nicht höre, hört es niemand in der Welt ...
  • Zur Ästhetik einer Musik jenseits der Zeit. Frequenzfreie Musiktheorie (WiP bis Dezember 2020) [9] Vorläufiges Inhaltsverzeichnis im Juni 2018 bei Wordpress.

MimmiMess@t-online.de | Subject: List



Circumferential – Berlin, Exquisite City I-III (2013-2016, 300 Seiten zur Berliner Peripherie. Berlins Satellitenstädte und zur Elektronischen Musik in 3 PDFs und auf einer Html-Seite mit 287 großen Fotos, 11 Musikstücken und 15 Field Recordings. 2.6 GB Downloadlink, auf Anfrage).

Trilogie THE AGGRESSIVE SOCIETY

Teil 1: Ein säkulares Rauschen durchzieht die Welt und meine Träume / Endstation Helmholtzplatz (PDF 2016/2017, 36 Seiten, auf Anfrage)

Teil 2: Crypta musica (PDF 2017, 39 Seiten, auf Anfrage)

Teil 3: Bed⊋rfnisbefriedigung und Gl⊋ck (PDF 2018, 20 Seiten, auf Anfrage)

App Melody-Only (in Konstruktion, Vormerkung). Melody-Only soll es ermöglichen, Sätze aus der gesprochenen Sprache, Unterhaltungen zum Beispiel, so wiederzugeben, dass nurmehr Satzmelodie und Dynamik erhalten bleiben. Auf diese Weise sollen auf Knopfdruck per Smartphone Affekte in Gesprächen oder bei Vorträgen nachweisbar sein. Darüber hinaus soll es Spaß machen, damit umzugehen. Vielleicht lassen sich Kammermusiken aus kurzen Gesprächsverläufen generieren.

Schutzgebühr für die Pakete (Download) je 99 Cent. MimmiMess@t-online.de | Subject: Title