Benutzer:UU-ji

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1987, das ist etwas Anderes ... „Wir hatten Hörsäle, Schulbänke und Werktische verlassen und waren in den kurzen Ausbildungswochen zu einem großen, begeisterten Körper zusammengeschmolzen. [...] Da hatte uns der Krieg gepackt wie ein Rausch. In einem Regen von Blumen waren wir hinausgezogen, in einer trunkenen Stimmung von Rosen und Blut.“ (Ernst Jünger, In Stahlgewittern, 1920) Das Politische ist eine Frage der Ästhetik und nicht umgekehrt. Was ist das Hässliche am kapitalistischen Denken? Warum erscheinen die Äußerungen des Kapitalismus, wenn man sie vor Augen hat, so außerordentlich negativ? Speckig, fettig, fleischig, unästhetisch insgesamt? Schamlos, zynisch, unreflektiert und diffus? Dem Sozialismus die Schönheit, der Demokratie die Vernunft. Aus diesem Grund spielt sich die bürgerliche Mitte, Rammstein und Co., in der Musik so gerne sozialistisch auf. Die Ästhetik soll an einen Ort verbannt werden, wo sie der bürgerlichen Gesinnung, auch der Musiker, nicht in die Quere kommt, sondern sie sinnvoll unterstützt. Bedacht wird in den Situationen, in denen die Gesellschaft sich feiert, die vorgefundene Gesellschaft, die nach ihrem Zerfall in anderen Rücksichten zur Plage wird. Ihre Gesten und Grimassen kommen dann zutage. Speckig, fettig, fleischig, unästhetisch insgesamt erscheint das kapitalistische Denken entgegen dem sozialistischen und sei es auch das nationalsozialistische, das in den Künsten immer noch besser weg kommt als der Kapitalist. Wie kann das sein, wenn doch der Stellenwert der Ethik bei Entscheidungsfindungen zur Ästhetik kaum höher bewertet werden kann? Dass der Sozialismus selbst in seinen Niederungen der ästhetischen Gestalt des Kapitalismus, der inzwischen ja auch eine Art Demokratie vorstellen soll, so offensichtlich und derart überlegen ist, gibt zu denken. Handelt es sich um die Falschheit, Maßlosigkeit oder Dekadenz eines Systems und seiner Vertreter? Mit dem Mangel an Übersicht einen Mangel an Metrum? Das kapitalistische Denken formuliert sich aus der Perspektive der Verlorenen: Hier wird man wenigstens in Ruhe gelassen. Wenn ein Musiker aber einen Klang erzeugt, den er im Nachhinein nicht mehr vertritt, dann unterliegt er bereits bei der Produktion einem kapitalistischen Feedback, einer Pseudoresonanz oder ökonomischen Dissonanz. Das ist Musikeralltag. Rammstein oder Mess? Mal hinterher sehen – am Ende aller Tage oder im Afiba. Wer sagt, da wär das Spiel gespielt? „In afeeba it is not enough for me in the underground dark ...“ Es gibt euch (die Verlorenen) nur kurz. Etwas hat euch animiert, aus eurer natürlichen Umgebung, der Galerie der Hässlichkeiten, als bewegte Bilder herauszutreten. Nach den Situationen kehrt ihr wieder zurück in eure ursprüngliche Umgebung, in eure Rähmen als Exponate der Galerie der Hässlichkeiten. Die schweineschnäuzigen Kreaturen eines schweineschnäuzigen Gottes – wer Niemandem mehr traut, beruft sich früher oder später auf das allgemeinste Tauschmittel und leistet damit seinen Offenbarungseid. Er weiß es auch und erfährt es unmittelbar. Kairos, gut und schön, aber solange die hergekommenen Eigenschaften der Könige zum Vorschein kommen, sind die Teilnehmer Geköpfte. Nicht Mitleid und Verachtung sollen zu finden sein, der Hochmut, die verbuchten Eigenschaften der Könige, sondern Einverständnis ist gefordert. Eine Eigenschaft, die die Könige auch heute noch vermissen lassen. In der Demokratie vergessen die Selbstgekrönten gerne, dass sie nicht gewählt wurden. Dabei gründet sich Einverständnis auf der sinnvollsten Perspektive – der Perspektive auf die noch ungeschriebene Textualität der Artefakte und Erscheinungen. Aber das Wegsein als solches nervt mich und nicht, dass da irgend etwas weg ist.

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Alle per Youtube eingebetteten Videos in einer Playlist: [1]

Peking-Oper? [2] bei der de.wiki. Artikel Sieg über die Sonne (Oper) [3] bei der de.wiki. Hier: Ferneyhough für Anfänger.

  • Kann es sein, dass die Populäre Musik sich genauso intensiv mit der Ausdifferenzierung von Deessentialisierungsstrategien befasst, wie die Neue Musik mit Essentialisierungsstrategien?
  • Zum Erschließen von Chartsmusik empfiehlt sich aus musikwissenschaftlicher Perspektive zuweilen eine Einstellung, die besagt: Wenn ich das Zeug nicht höre, hört es niemand in der Welt ...
  • Zur Ästhetik einer Musik jenseits der Zeit. Frequenzfreie Musiktheorie (WiP bis Dezember 2020) [7] bei Wordpress. Stand: Dezember 2018.

MimmiMess@t-online.de | Subject: List


Circumferential – Berlin, Exquisite City I-III (2013-2016, 300 Seiten zur Berliner Peripherie. Berlins Satellitenstädte und zur Elektronischen Musik in 3 PDFs und auf einer Html-Seite mit 287 großen Fotos, 11 Musikstücken und 15 Field Recordings. 2.6 GB Downloadlink, auf Anfrage).

U-ji – Trilogie THE AGGRESSIVE SOCIETY

„Ob jemand etwas will oder nicht, darf er es nicht.“

Teil 1: Ein säkulares Rauschen durchzieht die Welt und meine Träume / Endstation Helmholtzplatz (PDF 2016/2017, 36 Seiten, auf Anfrage)

Teil 2: Crypta musica (PDF 2017, 39 Seiten, auf Anfrage)

Teil 3: Bed⊋rfnisbefriedigung und Gl⊋ck (PDF 2018, 20 Seiten, auf Anfrage)

App Melody-Only (in Konstruktion, Vormerkung). Melody-Only soll es ermöglichen, Sätze aus der gesprochenen Sprache, Unterhaltungen zum Beispiel, so wiederzugeben, dass nurmehr Satzmelodie und Dynamik erhalten bleiben. Auf diese Weise sollen auf Knopfdruck per Smartphone Affekte in Gesprächen oder bei Vorträgen nachweisbar sein. Darüber hinaus soll es Spaß machen, damit umzugehen. Vielleicht lassen sich Kammermusiken aus kurzen Gesprächsverläufen generieren.

Schutzgebühr für die Pakete (Download) je 99 Cent. MimmiMess@t-online.de | Subject: Title


Links und Permalinks:

Lennie Tristano, Bill Evans und die New Age Steppers

Alan Vega

Brian Ferneyhough – Missa Brevis

19 Musikstücke aus dem Jahr 1968 mit Anmerkungen (2018), Liste 50 Jahre 68

Brexit und die Bedeutung für die Musik im Europa der nächsten zehn Jahre

Ockeghem, Graindelavoix, Suicide

Negativliste: Unbesetzte Autoritäten 2018

Claude Lévi-Strauss, Hans-Georg Gadamer, Henri Bergson. Mit der Schönheit kommt die Angst

Performanz, Valse Musette: Sous le Ciel de Paris

Das Irrationale in der Musik, Baudrillard und Retro, Musikologie für verdrehte Welten

1996, Gilles Deleuze und das Paradies der totalen Ableitung

Qu'un son impur abreuve nos sillons

Die Dreigroschenoper und ein Bezug zum 21. Jahrhundert

Wie produziere ich am Besten? Analog oder digital? / Audiovisual Spacediving. Mit dem Homestudio durch die Welt

Gesangstechnik Frank Z.

Bilddateien: Verlaufsplan Kendrick Lamar / SZA – All the Stars (2018), Gaußsche Glocke / Normalverteilung Prenzlauer, Ecke Danziger.

Neue Musik:

1. Teil: Anmerkungen zu William Doughertys The New Normal von 2017.

2. Teil: Anmerkungen zu James Tenneys Harmonium #5 (for violin, viola and cello, von 1978).

3. Teil: Anmerkungen zu Bernhard Langs Monadologie XII (3/3) von 2011 / 2013.

4. Teil: Anmerkungen zu Claude Viviers Et je reverrai cette ville étrange (1988).


Zitierkonventionen für hier gelistete Artikel

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