Beck

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Beck
Beck
Beck
Herkunft: Los Angeles, Kalifornien, USA
Geboren: 8. Juli 1970 (47 Jahre)
als Bek David Campbell
Aktiver Zeitraum: seit 1988
Instrumente: Gesang, Gitarre, Keyboard, Bass, Schlagzeug
Labels: Sonic Enemy
Fingerpaint
Flipside
K Records
Geffen
Interscope
Homepage: beck.com

Mit seiner Musik pfeift Beck auf alle Genre-Konventionen und sampelt eklektizistisch alles, was ihm unter die Finger kommt. Auf "Odelay" etwa stellte er die Verbindung zwischen Hip Hop und Folk her.

Biographie

Beck (eigentlich Bek David Campbell) wurde am 8. Juli 1970 in Los Angeles in eine Künstlerfamilie geboren. Sein Vater David Campell ist ein gefragter Dirigent und Studiomusiker und Bibbe Hansen, seine Mutter, eine Schauspielerin und Künstlerin aus dem Umfeld von Andy Warhols Factory. Nach der Scheidung seiner Eltern nahm Beck den Namen seiner Mutter an und änderte seinen Vornamen in Beck. Er wuchs bei seiner Mutter in LA in einem unkonventionellen Künstlermilieu auf, was ihn stark beeinflusste.

Nach einem Schulabbruch im Alter von 14 Jahren sorgte Beck selbst für seine Weiterbildung: er hörte alte Blues-, Folk- und Country-Platten vom Flohmarkt und beschäftigte sich mit Künstlern wie Leadbelly, Fred McDowell oder Woody Guthrie, die ihn später beeinflussten. Desweiteren inspirierten ihn Hip Hop und Latin-Musik, die in der Nachbarschaft zu hören waren. Als junger Straßenmusiker trat er mit Blues- und Folk-Stücken auf und versuchte sich bei Poetry Slams. Er unternahm einigen Reisen zu seinem Großvater mütterlicherseits, dem Fluxus-Künstler Al Hansen, nach Köln. Nach einer kurzen Zeit in New York kehrte Beck um 1990 nach LA zurück, wo er von Gelegenheitsjobs lebte, hartnäckig an seiner Musikkarierre bastelte und hatte erste kleine Auftritte. Den Durchbruch schaffte er 1993 mit der bei Bong Load Custom Records veröffentlichten Single "Loser", deren Erstauflage 500 Kopien betrug. Aus den zahlreichen Angeboten von Plattenfirmen entschied sich Beck für Geffen Records, weil sie ihm Vertragsbedingungen anboten, die es ihm erlaubten, bei unabhängige Labels Alben zu veröffentlichen, während er noch unter Vertrag bei Geffen stand.

Das 1994 bei Geffen veröffentlichte Album Mellow Gold bescherte Beck einen Mainstream-Erfolg und führte zu seinem Status als Repräsentant der „Slacker-Bewegung“ innerhalb der Alternative Rock-Szene. Gleichzeitig veröffentlichte zwei Platten auf Independent-Labels: One Foot in the Grave auf K Records und Stereopathetic Soul Manure auf Flipside Records.

Seinen Status als One-Hit-Wonder wurde Beck erst 1996 mit dem Album Odelay, einer gemeinsamen Arbeit mit den Dust Brothers, wieder los, das Doppel-Platin-Status erzielte und zwei Grammys gewann. 1998 erschien Mutations, produziert von Radiohead-Produzent Nigel Godrich, das sich stilistisch wieder weg von Elektronik und Hip Hop und hin zu Folk und Blues wandte. Im selben Jahr stellte er gemeinsam mit seinem Großvater entstandene Collagen, Assemblagen, Zeichnungen und Gedichte aus.

Das Album Midnite Vultures brachte 1999 wieder die Rückkehr zu energiegeladener Musik, diesmal waren Einflüsse aus Soul und Funk – vor allem was die sexuelle Energie angeht – dominierend. Das 2002er Album Sea Change zeigte wieder einen sehr emotionalen Beck, der mit ruhigen Songs seinen Liebeskummer nach dem Ende einer Beziehung beschreibt. Das wieder von Nigel Godrich produzierte Album enthält Streicher-Arrangements von Becks Vater David Campbell.

Im April 2004 heiratete er Marissa Ribisi, wenig später wurde ihr Sohn Cosimo Henri Hansen geboren. Ein Jahr später 2005 veröffentlichte Beck das Album Guero in Zusammenarbeit mit den Dust Brothers und Tony Hoffer, das viele Kritiker an die Odelay-Ära erinnerte. In die Klatschspalten kam Beck, weil er zugab, Scientology-Treffen zu besuchen. Er schob ein Remix-Album von Guero nach und schon im nächsten Jahr erschien das neue Album The Information. Dieses wurde erneut von Nigel Godrich produziert und im Vorfeld wochenlang mit Videoclips beworben, die für jeden der 13 Tracks gedreht wurden und immer mal wieder bei YouTube auftauchten. Dem Album wurde jedoch wegen des beigefügten Zusatzmaterials der Einstieg in die britischen Charts verweigert, da die Verantwortlichen der Charts die Bonus-DVD (mit allen Videos) und enthaltene Aufkleber als "unfairen Vorteil" gegenüber anderen Veröffentlichungen sahen. Sein nächstes Album "Modern Guilt" erschien 2008 und wurde von Danger Mouse produziert.

Am 14. April 2009 wurde das Album One Foot In The Grave in einer neu gemasterten Version wiederveröffentlicht. Das Album erschien als digitaler Download sowie auf CD und 180gr-Doppel-Vinyl und enthält und neben den regulären Songs auch 13 Bonus-Tracks.
Im selben Jahr hat Beck sich im Zuge des Relaunches seiner Homepage 2 neue Rubriken ausgedacht.
Eine davon nennt sich Record Club. Hier covert Beck zusammen mit wechselnden Gastmusikern jeweils ein komplettes Alben an nur einem Tag und veröffentlicht wöchentlich einen Track davon. Den Anfang machte das Debütalbum von The Velvet Underground & Nico[1], gefolgt von Leonard Cohens Songs of Leonard Cohen und Oar von Skip Spence.
Die zweite Rubrik nennt sich Planned Obsolescence. Dort stellt entweder Beck oder ein Gast-DJ ein "Mixtape" mit seinen aktuellen Lieblingssongs zusammen.

Kollaborationen

für seinen "Record Club"
Produktionen

Diskographie

* für die komplette Diskographie siehe den Artikel Beckdiskographie.

Kompilationsbeiträge

Trivia

  • Beck hatte einen Gastauftritt in der Serie Futurama (Folge: Bendin' in the Wind / Bender auf Tour (Staffel 3/ Folge 13), wo er mit dem (vermeintlich!) behinderten Bender auf Tour geht.
  • 2005 wurde durch Adam Green, den er zu einem Treffen mitschleppen wollte, bekannt, dass Beck Scientologe ist. Generell vermeidet es Beck jedoch, in der Öffentlichkeit über seine religiösen Überzeugungen zu sprechen.
  • Der webexklusive Song Harry Partch ist dem britischen Avantgarde-Komponisten Harry Partch gewidmet, welcher unter anderem für seine 43-stufige Tonleiter bekannt ist, mit welcher Beck sich in dem Stück auch auseinandersetzt.[4]

Referenzbands

Coverversionen

Beck covert...

Beck wird gecovert von...

Beck wird geremixt von...

Beck sampelt:

  • Rare EarthI Just Want to Celebrate (1971) in Derelict
  • ThemOut of Sight (1966) in Devil's Haircut
  • ThemIt's All Over Now, Baby Blue (1966) in Jack-Ass
  • Bernard "Pretty" PurdieSoul Drums (1968) in Devil's Haircut
  • Johnny JenkinsI Walk on Gilded Splinters (1968) in Loser
  • MantronixGet Up and Dance in Where It's At

MP3s

Videos

Weblinks

Homepage

Quellen

  1. http://www.roteraupe.de/neues/1876
  2. http://www.visions.de/news/11694/Beck-Leonard-Cohen-Edition
  3. http://www.visions.de/news/12020/Beck-Treffen-im-Record-Club
  4. http://stereogum.com/archives/mp3/new_beck__harry_partch_101791.html