Axl Rose

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Axl Rose
Axl, leicht orientierungslos
Axl, leicht orientierungslos
Herkunft: Lafayette, Indiana, USA
Geboren: 6. Februar 1962 (55 Jahre)
Aktiver Zeitraum: seit 1983
Genres: Hardrock, Hair Metal
Instrumente: Gesang, Tasteninstrumente
Labels: Uzi Suicide, Geffen
Homepage: Dem Axl ihm seine Seide
Bands:
Guns N' Roses

Axl Rose ist Frontmann der LA-Hardrocker Guns N' Roses und in Wohl und Weh für deren Output verantwortlich.

Biographie

Er kam aus dem "white trash" des Mittleren Westens ins Rock-Mekka L.A., um dort ein Star zu werden. Das gelang dem als William Bruce Bailey geborenen W. Axl Rose mit seiner Combo Guns N' Roses dann auch gründlich, denn nachdem das Quintett – unter anderem maßgeblich durch den aus Seattle zugewanderten, straßenerprobten Bassisten Duff McKagan, der seit seiner Teenagerzeit in kultigen Hardcorebands wie The Fartz oder Ten Minute Warning gespielt hatte – mit seinem Debütalbum "Appetite for Destruction" 1987 zum Multimillionen-Dollar-Hardrock-Megaseller geworden war, verabschiedete sich auch Axl recht bald in höhere Sphären. Zunächst riss er die Kontrolle innerhalb der Band so weit an sich, dass er deren Mitglieder nach Belieben heuern und feuern (bzw. wegmobben) konnte und – nach dem latent größenwahnsinnigen Projekt der beiden 1991 gleichzeitig veröffentlichten "Use Your Illusion"-Doppelalben – schließlich auch stilistisch die Zügel gänzlich in die Hand nahm. Besagter Straßenrock-Einfluss war nämlich eher von McKagan und zu einem gewissen Grad noch von Afro-Zylinder Slash gekommen, während Axl selbst eher aus der Elton John-Schule kam. Das Ego des Sängers jedenfalls wurde durch den gigantischen Erfolg dermaßen aufgepumpt, dass er bei jeder kritischen Bemerkung, egal ob von Presse oder Bandmitgliedern, gleich seinerseits Verrat witterte. Gleichzeitig hatte er aber auch stets eine Nase für den Rock-Nachwuchs, nannte schon 1989 das Soundgarden-Debüt "Ultramega OK" eines seiner Lieblingsalben, als der Rest der Welt von Seattle und Grunge noch gar nichts wissen wollte, nahm 1992 Soundgarden auch mit auf Gunners-Tour und protegierte die neue Band seines Mit-Lafayette-Flüchtlings Shannon Hoon namens Blind Melon. (Nirvana wollte er ebenfalls mit auf die Bühne holen, wunderte sich dann aber, als die "Nevermind"-Stars wegen mangelnder Punkrock-Werte des Headliners absagten.) Auf der anderen Seite standen dann wiederum Skandale wie der "Riverport Riot", der Axls cholerisches bis divenhaftes Bühnengebahren sowie dessen Konsequenzen in vollster Entfaltung zeigte.

Für Teile der Rockwelt wurde Axl Rose im Laufe der Neunziger immer mehr zur Lachnummer, da er nicht nur wie ein Diktator über seine Band (die mittlerweile außer ihm kein einziges Originalmitglied beinhaltete) herrschte, sondern 1994 auch das erste Mal das dritte Guns N' Roses-Album "Chinese Democracy" zum "baldigen Release" ankündigte. Statt weniger Monate vergingen siebzehn ganze Jahre mit unzähligen verschlissenen Produzenten und Musikern, bis das Album endlich in die Läden kam und sich dann noch nicht einmal besonders gut verkaufte. Dafür beackert Axl aber weiterhin die Bühnen dieser Welt und ist so gesehen zumindest (wieder) ein ehrlicher Arbeiter seiner Zunft.

Referenzkasten

  • Der Name W. Axl Rose bezieht sich auf den biologischen Vater des Sängers namens William Bailey sowie seine damalige Band Axl.

Trivia

Referenzkünstler