2000er

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Musik zur Zeit

Die erste Dekade des 21. Jahrhunderts ist geprägt von einer Virtualisierung der Musik, die in den 1990ern vorbereitet wurde und durch die Entwicklungen von GUIs und Software geprägt ist. Viel Musik dieser Dekade probiert sich an den neuen Möglichkeiten aus. Sounddesign als primäres Problem der 90er wird von der Frage nach der Verwaltung und Verfügbarkeit von Sounds und interaktiven Anwendungen im Internet abgelöst. Die ersten Hologramm Shows werden aufgeführt (siehe auch: Virtuelles Idol). Alternative steht für die Gitarrenfraktion.

Musikströmungen

Dubstep, Grime, Glitch, Garage Punk, Electroclash, Neuer Deutscher Pop, Post-Punk, Post-Hip Hop, für Computermusik und Elektronische Musik siehe Zeitleiste Geschichte Computermusik und Umgebung.

Wichtige Bands

Achtung: in dieser Rubrik dürfen keine Änderungen vorgenommen werden, die nicht auf der Diskussionsseite abgesprochen wurden. Siehe [1]

  • Arctic Monkeys: die Arctic Monkeys gelten als die erste Band, die mittels Internet-Hype am normalen Markt vorbei den Sprung zu Superstars schafften. Bereits die ersten beiden unlimitiert veröffentlichten Singles gingen in England auf Platz 1 und das Album wurde zum schnellstverkauftesten Debutalbum der britischen Musikgeschichte. Dieses Phänomen setzte sich in kleinerem Rahmen mit Clap Your Hands Say Yeah fort, bis Gnarls Barkley mit "Crazy" als erste Band überhaupt ausschließlich mit Downloads auf Platz 1 der britischen Charts kam und sich dort 9 Wochen hielten – die längste Verweildauer am Platz an der Sonne seit zehn Jahren.
  • Bright Eyes: Conor Oberst, der bereits als Teenager Musik veröffentlichte, schaffte in den Noughties den Durchbruch zur breiten Masse und gilt als Speerspitze der independent Singer/Songwriter-Szene. 2005 veröffentlichte er zwei Alben parallel und sorgte damit für großes Aufsehen. Die Mischung aus einem überemotionalem Gesang und einer (zumindest anfangs) sparsamen Instrumentierung beeinflusste Songwriter nach ihm.
    • Album: Fevers & Mirrors, Lifted…, I’m Wide Awake It’s Morning
    • Songs: The City Has Sex, Something Vague, First Day Of My Life
    • Weiterhören: Okkervil River, Iron & Wine
  • Coldplay: Der Band um Chris Martin gelang in den 2000er Jahren der Sprung von der kleinen Indie-Band, die sowohl dem Brit-Pop als auch Singer/Songwritern wie Jeff Buckley verpflichtet war, zu einer der weltweit größten Bands. Im Gegensatz zu anderen Bands, die Schwierigkeiten hatten, ihrem Durchbruchshit weitere folgen zu lassen, wuchsen Coldplay auch nach „Yellow“ beständig weiter, so dass das dritte Album "X&Y" in England, den USA und Deutschland Platz 1 erreichte.
  • Franz Ferdinand: Die vier Schotten sorgten für den endgültigen Durchbruch post-punk-infizierter Musik. Bereits die Debüt-EP Darts Of Pleasure sorgte für Aufsehen, doch Folgesingle Take Me Out war weltweit auf allen Tanzflächen zu hause und ebnete den Weg für die große Post-Punk-Welle, die die nächsten zwei Jahre beherrschen sollte und deren meist gelobte Nachfolger Bloc Party und Maximo Park waren. Wie groß der Eindruck war, den das Franz Ferdinand Debütalbum hinterließ, lässt sich auch an den Jahrescharts 2004 ablesen: Platz 1 bei NME & Musikexpress, Platz 2 bei Spex, Intro und Visions sowie vier erste Ränge in den Lesercharts (Spex, Intro, NME, Musikexpress).
  • The Libertines: Die Band um Carl Barat und Pete Doherty brachte die Insel eigenhändig wieder in den Mittelpunkt der Musikszene. Waren die Jahre zuvor von den USA dominiert (Strokes, White Stripes) dominiert worden, waren The Libertines im Jahr 2002 die urbritische Antwort. Insbesondere der ungewöhnliche direkte Umgang mit den eigenen Fans, die Konzeption von Guerilla-Gigs, das kostenlose Bereitstellen eigener Demoaufnahmen trotz ihrer bereits erreichten Größe und das extrem vom Rock’n’Roll-Mythos geprägte Auftreten machen The Libertines zur wichtigsten Band Englands in dieser Dekade. Obwohl selbst kommerziell weniger erfolgreich, bereiteten sie den Boden für die (Post)-Punk-Explosion der Folgejahre. Insbesondere Pete Doherty wurde im Folgenden durch Drogenexzesse, eine Beziehung mit Kate Moss und fanatisch huldigende Fans zum größten britischen Rockstar seit Liam Gallagher Mitte der 90er Jahre.
  • The Rapture: Kommerziell gesehen waren The Rapture eher eine Randerscheinung, doch ihr "House Of The Jealous Lovers" sorgte bei seinem Auftauchen für ein mittleres Erdbeben und war vielleicht der eine entscheidende Song, der Punk, Indierock, Dance und Electro zu verschmelzen vermochte und Wegbereiter für den Sound der kommenden Jahre war. Das später veröffentlichte Album "Echoes" untermauerte die Bedeutung der Band, die ähnlich wie die Stone Roses Ende der 80er die beiden Genres Indie/Punk und Dance/Electro versöhnte. Gemeinsam mit dem befreundeten Produzenten James Murphy und dessen DFA-Label wurde New York so nach der Garage-Punk-Explosion durch die Strokes auch für die nächste große Szene das musikalische Epizentrum (wie auch dank Fischerspooner für das eher kurzlebige Electroclash-Movement wenige Jahre zuvor).
  • The Strokes: vielleicht die wichtigste Band für den Sound der ersten Hälfte des neuen Jahrtausends. Waren die Jahre um den Dekadenwechsel besonders von der Quiet Is The New Loud Bewegung geprägt und allgemein kaum Rock’n’Roll und Hedonismus im Spiel, wirkten The Strokes bei ihrem ersten Auftreten 2001 wie eine Adrenalin-Spritze für die gesamte Musikszene. Die Rückbesinnung auf Punk der 70er und den Proto-Punk der 60er sollte für die kommenden Jahre ein Muss werden, der beinahe alle weiteren einflussreichen Bands folgten, ob The Libertines, Franz Ferdinand oder die Arctic Monkeys. Das Debütalbum Is This It wurde einhellig gefeiert wie nur wenige Werke der jüngeren Vergangenheit: Platz 1 in den Jahrescharts von NME, Spex und Intro (sowie Platz 2 bei ME, RS, Visions). The Strokes konnten für einen kurzen Moment alle auf sich vereinigen – bis heute hallt der Einfluss der Strokes in der Musikszene nach, was auch die ungewöhnlich hohen Platzierungen in All-Time-Charts der verschiedensten Magazine zeigen.
  • Tomte: Tomte sind exemplarisch für die überraschende Entwicklung die deutschsprachiger Indie-Pop in den 2000er Jahren genommen hat. Bei ihrem Debütalbum waren Tomte noch eine Band unter vielen, doch durch die Kombination des Folgealbums „Eine Sonnige Nacht“, das über Mundzumund-Propaganda früher oder später ein Muss wurde, mit dem Buch des Tomte-Sängers Thees Uhlmann über seine Zeit als Tocotronic-Roadie waren Tomte nicht mehr aus der deutschen Indie-Landschaft wegzudenken. Hinter All Diesen Fenstern wurde bereits ein moderater Erfolg, der den Boden bereitete für Platz 4 in den deutschen Albumcharts mit „Buchstaben über der Stadt“, das 2006 veröffentlicht wurde. Wie die Freunde und Kollegen von Kettcar veröffentlichten Tomte dabei auf ihrem eigenen Grand Hotel Van Cleef Label und nicht bei der großen Industrie. Durch die Erfolge von Kettcar und Tomte überschwemmte im folgenden deutschsprachiger (Indie-)Pop – oft auch minderwertiger Art- die Radios und Charts.
  • The White Stripes: zeitgleich mit den Strokes traten die White Stripes auf den Plan – auch wenn sie zu diesem Zeitpunkt bereits ihr drittes Album veröffentlichten. Wie die Strokes waren auch die White Stripes für die Reduktion und Nichtproduktion ihrer Songs berühmt, was nach dem Hang zur Überproduktion der vorangegangenen Jahre neue Wege aufzeigte. Im Gegensatz zu den Strokes, die sich in erster Linie auf ihre New York – Vorgänger wie Television, Ramones und Velvet Underground beriefen, waren The White Stripes dem Proto-Punk der Stooges, dem Garagenrock der 60er wie dem Blues des vergangenen Jahrhunderts verpflichtet. Spätestens mit Seven Nation Army, der Leadsingle ihres Elephant-Albums 2003 waren The White Stripes auch außerhalb der Indie-Ghettos ein Begriff.

Nummer 1 Hits

Singles (D)

  • Dragostea din tei – O-Zone (14 Wochen Nummer 1)
  • Whenever, Wherever – Shakira (11 Wochen Nummer 1)
  • Schnappi, das kleine Krokodil – Schnappi (10 Wochen Nummer 1)
  • Hung Up – Madonna (9 Wochen Nummer 1)
  • Without Me – Eminem (9 Wochen Nummer 1)
  • The Spirit Of The Hawk - Rednex (9 Wochen Nummer 1)
  • Lonely - Akon (8W)
  • Es ist geil ein Arschloch zu sein – Christian (Big Brother 2) (8W)
  • Obsesion – Aventura (7W)
  • Call On Me – Eric Prydz (6W)
  • The Ketchup Song (Asereje) – Las Ketchup (7W)
  • Der Steuersong - Die Gerd Show (6W)
  • We Have A Dream – Deutschland sucht den Superstar (6W)
  • Für Dich – Yvonne Catterfeld (6W)
  • Daylight In Your Eyes – No Angels (6W)
  • Butterfly – Crazy Town (6W)
  • Whole Again – Atomic Kitten (6W)
  • Only Time – Enya (6W)
  • Around The World – ATC (6W)
  • Durch den Monsun – Tokio Hotel (5W)
  • Shut Up – The Black Eyed Peas (5W)
  • Augen auf – Oomph! (5W)
  • All The Things She Said – t.A.T.u. (5W)
  • Aicha – Outlandish (5W)
  • I Believe – Bro'Sis (5W)
  • Mensch - Herbert Grönemeyer (5W)
  • There Must Be An Angel - No Angels (5W)
  • Maria - US 5 (4W)
  • Yeah! - Usher feat. Lil Jon & Ludacris (4W)
  • Where Is The Love? – The Black Eyed Peas (4W)
  • Something About Us / Like Ice In The Sunshine – No Angels (4W)
  • Angel – Shaggy feat. Rayvon (4W)
  • Join Me In Death – HIM (4W)
  • Maria Maria – Santana (4W)
  • Ich vermiss dich... (wie die Hölle) – Zlatko (Big Brother 1) (4W)
  • Großer Bruder – Zlatko & Jürgen (Big Brother 1) (4W)
  • From Zero To Hero – Sarah Connor (3W)
  • Candy Shop – 50 Cent (3W)
  • Tripping – Robbie Williams (3W)
  • F**k It (I Don't Want You Back) – Eamon (3W)
  • Take Me Tonight – Alexander (3W)
  • Nessaja – Scooter (3W)
  • From Sarah With Love – Sarah Connor (3W)
  • My Heart Goes Boom (Ladidada) – French Affair (3W)
  • Freestyler Bomfunk MC's (3W)
  • Lucky – Britney Spears (3W)
  • Liebe ist – Nena (2W)
  • Cowboy - Chipz (2W)
  • Don't Cha – The Pussycat Dolls feat. Busta Rhymes (2W)
  • First Day Of My Life – Melanie C (2W)
  • Can't Wait Until Tonight – Max Mutzke (2W)
  • Living To Love You – Sarah Connor (2W)
  • You Drive Me Crazy – Daniel Küblböck (2W)
  • Angel Of Berlin – Martin Kesici (2W)
  • Free Like The Wind – Alexander (2W)
  • Schick mir 'nen Engel – Overground (2W)
  • Never Leave You (Uh Oooh Uh Oooh) – Lumidee feat. Busta Rhymes & Fabolous (2W)
  • Dilemma – Nelly feat. Kelly Rowland (2W)
  • Ms. Jackson – Outkast (2W)
  • Follow Me – Uncle Kracker (2W)
  • Leb! (Big Brother 1 Titelsong) - Die 3. Generation (2W)
  • Let Me Love You – Mario (1W)
  • La Camisa Negra – Juanes (1W)
  • Du hast mein Herz gebrochen – Yvonne Catterfeld (1W)
  • Just One Last Dance – Sarah Connor feat. Natural (1W)
  • I Don't Wanna Know – Mario Winans feat. Enya & P. Diddy (1W)
  • Sweetest Poison – Nu Pagadi (1W)
  • No Angel (It's All In Your Mind) / Venus – No Angels (1W)
  • In Da Club – 50 Cent (1W)
  • Ich kenne nichts (was so schön ist wie Du) – RZA feat. Xavier Naidoo (1W)
  • In The Shadows - The Rasmus (1W)
  • Ich denk an dich – Pur (1W)
  • Burger Dance – DJ Ötzi (1W)
  • Unrockbar – Die Ärzte (1W)
  • White Flag – Dido (1W)
  • Everyday Girl - Preluders (1W)
  • Music Is The Key – Sarah Connor feat. Naturally (1W)
  • May It Be – Enya (1W)
  • Like A Prayer – Mad House (1W)
  • Stan – Eminem feat. Dido (1W)
  • Dream On – Depeche Mode (1W)
  • Miss California – Dante Thomas feat. Pras (1W)
  • Lady Marmalade - Christina Aguilera & Lil' Kim & Mya & Pink (1W)
  • Can't Get You Out Of My Head – Kylie Minogue (1W)
  • Because I Got High – Afroman (1W)
  • American Pie – Madonna (1W)
  • Anton aus Tirol – Anton aus Tirol feat. DJ Ötzi (1W)