1940er

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Musik zur Zeit

Die 1940er Jahre standen im Schatten des Zweiten Weltkriegs, der bis 1945 andauerte und vor allem in Europa zu einer kulturellen Stagnation führte. Allerdings wurden in den USA einige Meilensteine geschaffen, die für die Entwicklung der Popmusik wegweisend waren. Viele technische Neuerungen der 1940er Jahre bildeten wichtige Voraussetzungen für die Entwicklung der Pop- und Rockmusik in der Nachkriegszeit. 1941 entwickelte der Gitarrist Lester William Polfus (bekannt als Les Paul) den Prototyp der Halbresonanz-E-Gitarre, den er The Log (der Klotz) nannte. Diese Gitarre verursachte weniger Rückkopplung als die damals verbreiteten Vollresonanzgitarren. 1948 stellte Columbia Records eine Schallplatte aus Polyvinylchlorid (PVC) vor, die als Vinylschallplatte bekannt wurde und die Schellackplatte bis zum Ende der 1950er Jahre vom Markt verdrängte.

Das Billboard Magazine führte 1940 die Music Popularity Charts ein, die als Gradmesser für den Erfolg von Tonträgern dienten. In den US-amerikanischen Großstädten kam der Begriff Hipster auf, der ein subkulturelles Phänomen beschrieb, das vom Begriff „hip“ abgeleitet wurde und mit Anhängern des Modern Jazz verknüpft wurde, die stets bestens darüber informiert sind, was „gerade angesagt“ ist. Im Gegensatz zu späteren subkulturellen Massenphänomenen wie den Hippies handelte es sich bei den Hipstern noch um eine kleine Nische.

Der dominierende Stil der Unterhaltungsmusik in den USA war der Swing, der zwischen 1940 und 1945 eine kommerzielle Hochphase erlebte. Berühmteste Vertreter des Swings waren seit den 1930er Jahren die Bandleader Duke Ellington, Glenn Miller, Benny Goodman und der Sänger Bing Crosby. Frank Sinatra feierte in den 1940ern seine größten Erfolge, ebenso Billie Holiday. Als Reaktion auf die Kommerzialisierung des Swing für ein weißes Publikum mit vorwiegend weißen Musikern wandten sich viele Jazzmusiker verstärkt afroamerikanischen Wurzeln zu und entwickelten den Bebop-Jazz, mit dem unter anderem der Saxophonist Charlie Parker berühmt wurde. Neu am Bebop war, dass die Bands kleiner als die Swing-Big-Bands waren und der Improvisation mehr Raum überließen. Dadurch war die Tanzbarkeit der Musik hingegen eingeschränkt. Darüber hinaus gab es weitere Künstler, die in anderen Genres erfolgreich waren, wie der Rhythm-n'-Blues-Musiker Louis Jordan, das Barbershop-Quartett The Mills Brothers, der Country-Musiker Hank Williams oder der Folk-Musiker Woody Guthrie. Im Deutschland der 40er Jahre war der Schlager eines der vorherrschenden Genres der Unterhaltungsmusik. Allerdings fand der Swing nach Kriegsende hier zunehmenden Zuspruch, während dessen Popularität in den USA allmählich zurückging.

Musikströmungen

Swing, Bebop, Jazz, Country, Rhythm & Blues, seit 1949: Elektronische Musik.

Wichtige Bands und Musiker

Miles Davis, Ella Fitzgerald, Billie Holiday, Woody Guthrie, Charlie Parker, Édith Piaf, Frank Sinatra, Hank Williams