1930er

Aus indiepedia.de
Wechseln zu: Navigation, Suche

1920er | 1930er | 1940er | 1950er | 1960er |
1930 | 1931 | 1932 | 1933 | 1934 | 1935 | 1936 | 1937 | 1938 | 1939


Musik zur Zeit

Die Musikszenen der westlichen Industriestaaten waren in den 1930er Jahren geprägt vom Swing und von Big Bands, in denen auch einige der InterpretInnen sangen, die später Solokarrieren zu verzeichnen hatten. Im Blues setzte sich das 12taktige Bluesschema durch. In Deutschland wurde nichtdeutsche Musik auf den Tanzflächen verboten, besonders der Swing war den Nationalsozialisten ein Ärgernis, stattdessen wurden Volksmusik, Heimatlieder und Marschmusik propagiert. Der Musikmarkt wurde staatlich reguliert, viele jüdische Musiker erhielten ein Auftrittsverbot oder emigrierten.

Musikströmungen

Big Band Jazz, Blues, Bluegrass, Chanson, Country, Schlager, Swing, Varietémusik, Zwölftontechnik

Wichige Musiker und Titel

Robert Johnson, Leadbelly, Benny Goodman, Count Basie, Tommy Dorsey, Glenn Miller, Duke Ellington, Bing Crosby, seit den 1920er Jahren Louis Armstrong und der Harlem Stride-Pianist Fats Waller.

International:

1930 erschienen mit Paul Hindemiths Des kleinen Elektromusikers Lieblinge die ersten Stücke für Trautonium. 1932/33 entstand und erschien das „traurigste Lied der Welt“, der ungarische Schlager Gloomy Sunday von Rezső Seress. 1935 tauchte in den USA zum erstenmal der Begriff Hitparade auf und bezeichnete eine zufällige Abfolge von Musikstücken beim Broadcasting. Im Oktober 1936 wurde Hindemiths Musik von den Nazis in Deutschland mit einem Aufführungsverbot belegt. 1937 entwickelte sich der Bluegrass aus dem Hillbilly. 1939 wurde mit der Verfilmung des Zauberers von Oz mit Judy Garland Over the Rainbow (Somewhere over the Rainbow) zu einem der ersten großen massenvermittelten weltweiten Hits. Im gleichen Jahr veröffentlichte Zarah Leander „Ich weiß, es wird einmal ein Wunder geschehn“. Das Musical steht am Anfang seiner Blütezeit, die bis in die 1950er Jahre dauern sollte.

Deutschland:

Comedian Harmonists („Ein Freund, ein guter Freund“), Marlene Dietrich („Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt“), Zarah Leander („Der Wind hat mir ein Lied erzählt“), Lilian Harvey („Liebling, mein Herz läßt dich grüßen“), Heinz Rühmann („Ich brech die Herzen der stolzesten Frau´n“), Hans Albers („Flieger, grüß mir die Sonne“), Lizzi Waldmueller („Hast du Glück bei den Frauen, Bel Ami“), Lale Andersen („Lili Marleen“), Willy Fritsch („Ein Freund, ein guter Freund“).