The Wedding Present

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The Wedding Present
Herkunft: Leeds, England
Aktiver Zeitraum: seit 1984
Genres: Indiepop, C86
Labels: Reception
RCA
Island Records
Cooking Vinyl
Stickman (D)/ Manifesto Records (US)/ Talitres (F)
Homepage: Scopitones.co.uk
Line-Up:
David Gedge – Gitarre, Gesang
Simon Smith – Schlagzeug (ab Feb 88)
Christopher McConville – Gitarre (seit 2006)
Ehemalige Mitglieder:
Pete Solowka – Gitarre (bis 91)
Paul Dorrington – Gitarre (ersetzt Solowka)
Keith Gregory – Bass (bis ca. 93)
Shaun Chapman – Schlagzeug (gründete nach George Best die Popguns)
Darren Belk – Gitarre, Bass (ersetzt Gregory)
Simon Cleave – Gitarre (seit Januar 96 bis 2006)


The Wedding Present aus Leeds gelten als Urgesteine des britischen Indiepops.

Bandgeschichte

1984 aus der Band „Lost Pandas“ hervorgegangen, kreierte die Band um die ehemaligen Lehrer David Gedge und Pete Solowka aus dem Erbe von Josef K – den rasanten Hochtongitarren – sowie Gedges monoton-leidender Stimme und seinem Talent für griffige Slogans und Songtitel ihren eigenen unverkennbaren Sound: Hochgeschwindigkeitsschrammelpop bis die Saiten reißen.

1985 erschien auf ihrem selbstgegründeten Reception-Label die erste Single „Go out and get’em boy“, die zunächst in einer kleinen 500 Stück-Auflage von Gedge in einem Koffer an Londoner Plattenläden „ausgeliefert“ wurde und rasch ausverkauft war. Fünf weitere Singles (darunter Klassiker wie „Once more“, „My favourite dress“ oder ihr auf der C86-Compilation als finaler Track enthaltener Song „This boy can’t wait“) erschienen, ehe die Band im Oktober 1987 ihr erstes Album herausbrachte.

George Best“ – auf der grünen Hülle das markante Porträt des legendären, nordirischen Fußballers – darf als zeitloser Klassiker der Indiepop angesehen werden. In rund 40 Minuten schrammeln sich Wedding Present durch 14 launige Liebeslieder (auf dem späteren CD-Reissue ergänzt um 9 Stücke der folgenden Maxis). Vom Opener „Everyone thinks he looks daft“, über die Girls at our Best-Coverversion „Getting Nowhere fast” bis hin zu “All about Eve”. Gedge ist der betrogene, verlassene oder zumindest von Beziehungskrisen geschüttelte Liebhaber, der sein Unglück in die Saiten drischt. Es ist die Kunst seiner Texte, dass es ihm gelingt, dabei nicht larmoyant oder selbstmitleidig zu klingen. Trotz einer Platzierung auf Rang 47 der englischen Album-Charts (nicht zu erwähnen die Triumphe im Indiebereich !) und dem Erfolg der Singles-Compilation „Tommy“, gibt die Band ihr Label auf und wechselt zum Major R.C.A..

Wedding Present bemühen sich jedoch die Major League nach Indieregeln zu spielen. Ihre erste Veröffentlichung bei RCA wird eine Peel-Session mit ukrainisch-inspirierter Musik – gesungen auf ukrainisch. „Ukrainski vistupi v Johna Peela“ (Ukrainian style John Peel Session). Seit ihrer ersten Single ist der Radio 1-DJ ein begeisterter Wedding-Present-Fan. In den Jahresendabrechnungen seiner Sendung (John Peel Festive 50) ist die Band regelmäßig mehrfach vertreten und auch dies trägt maßgeblich zu ihrem Stellenwert bei. Im Oktober 1989 erscheint das nächste reguläre Album „Bizarro“, das nicht ganz an „George Best“ heranreicht. Mit „Kennedy“ und „Brassneck“ aber wieder zwei exzellente Tracks für die Konzertshouter im Gepäck hat.

Nach dem von Steve Albini produzierten „Seamonsters“ (Mai 91) verlässt mit Gitarrist Pete Solowka ein wesentliches Gründungsmitglied die Band. Solowka möchte sich verstärkt seiner Band, den „Ukrainians“ widmen, mit denen er die bei John Peel angefangene Melange aus Indierock und ukrainischer Folklore (sein Vater stammt aus der Ukraine) weiterverfolgen will. 1992 veröffentlicht die Band eine Maxi mit sehr bemerkenswerten Smiths-Coverversionen auf ukrainisch ( „Pisni Iz The Smiths“).

Von Gedge & Co. erscheinen im folgenden Jahr, 1992, nicht weniger als 12 Singles (!), jeden Monat eine, die auf der B-Seite eine ungewöhnliche Coverversion enthalten. 1993 verlässt Bassist Keith Gregory die Band (er gründet später Cha Cha Cohen). Gedge, das einzig verbliebene Gründungsmitglied spielt „Watusi“ ein, ein eher enttäuschendes, uninspiriertes Werk, dem er jedoch 1996 zunächst das Mini-Set (ähem...) „Mini“ und schließlich „Saturnalia“ folgen lässt. Eine Platte mit ausgereifteren Songstrukturen und ruhigeren Stücken als noch auf „Watusi“.

1998 schließlich erfindet Gedge sich – gemeinsam mit seiner Freundin Sally Murrell – als Cinerama neu. Opulenter, luftiger Soundtrack-affiner, 60s-Easy-Beatnick-Charme durchzieht die Veröffentlichungen des Projektes, bis mit der persönlichen Trennung der Beiden auch die Band zerbricht. Gedge – mittlerweile in Seattle zu Hause – verarbeitet in der Comebackplatte „Take Fountain“ seine Erfahrungen wieder als Wedding Present. Das Album wird seine persönlichste Platte seit "George Best" und entwickelt neue Qualitäten durch das Einführen von Soundtrackelementen in den Bandsound. Mit dabei der neue `partner in crime´ Simon Cleave, der seit „Saturnalia“ mit Gedge zusammenarbeitet. Die Band tourt regelmäßig, wobei Gedge seit den Anfangstagen grundsätzlich keine Zugaben spielt.


Diskographie

Alben

Sessions

  • 1986 The Peel Sessions (26.2.86) (Strange Fruit)
  • 1988 The Evening Show Sessions (20.4.86) (Nighttracks)
  • 1993 John Peel Sessions 1987-1990 (Strange Fruit)
  • 1997 The Evening Show Sessions 1986-1994 (Strange Fruit)
  • 1998 John Peels Sessions 1992-1995 (Cooking Vinyl)

Singles/EPs

  • 1985 Go out and get`em boy
  • 1986 Once more
  • 1986 This boy can`t wait
  • 1987 My favourite dress
  • 1987 Anyone can make a mistake
  • 1988 Nobody`s twisting your arm
  • 1988 Why are you being so reasonable now ?
  • 1989 Kennedy
  • 1990 Brassneck
  • 1990 The 3 Songs EP
  • 1991 Dalliance
  • 1991 Lovenest
  • 1992
  • Jan: Blue Eyes / Cattle and Cane
  • Feb: Go-Go Dancer / Don`t cry no tears
  • Mär: Three / Think that it might
  • Apr: Silver Shorts / Falling
  • Mai: Come play with me / Pleasant Valley Sunday
  • Jun: California / Let`s make some plans
  • Jul: Flying Saucer / Rocket
  • Aug: Boing ! / Theme from Shaft
  • Sep: Loveslave / Chant of the ever circling skeletal family
  • Okt: Sticky / Go wild in the country
  • Nov: The Queen of outer space / U.F.O.
  • Dez: No Christmas / Step into Christmas
  • 1994 Yeah Yeah Yeah Yeah Yeah
  • 1994 It`s a Gas
  • 1996 2, 3, Go
  • 1996 Montreal
  • 2004 Interstate 5
  • 2005 I'm From Further North Than You
  • 2005 Ringway to Seatac
  • 2008 The Thing I Like Best About Him Is His Girlfriend
Sonstige

Charts

Jahr Titel Charts
D UK US A CH S F NOR FIN NZ
1987 George Best - 47 - - - - - - - -
1989 Ukrainski vistupi v Johna Peela - 22 - - - - - - - -
1989 Bizarro - 22 - - - - - - - -
1991 Seamonsters - 13 - - - - - - - -
1992 Hit Parade 1 - 22 - - - - - - - -
1992 Hit Parade 2 - 19 - - - - - - - -
1994 Watusi - 47 - - - - - - - -
1996 Mini - 40 - - - - - - - -
1996 Saturnalia - 36 - - - - - - - -
2005 Take Fountain - 68 - - - - 149 - - -
Singles
1989 Kennedy - 33 - - - - - - - -
1990 Brassneck - 24 - - - - - - - -
1990 The 3 Songs EP - 25 - - - - - - - -
1991 Dalliance - 29 - - - - - - - -
1992 Blue Eyes (Jan) - 26 - - - - - - - -
1992 Go-Go Dancer (Feb) - 20 - - - - - - - -
1992 Three (Mär) - 14 - - - - - - - -
1992 Silver Shorts (Apr) - 14 - - - - - - - -
1992 Come Play With Me (Mai) - 10 - - - - - - - -
1992 California (Jun) - 16 - - - - - - - -
1992 Flying Saucer (Jul) - 22 - - - - - - - -
1992 Boing! (Aug) - 19 - - - - - - - -
1992 Loveslave (Sep) - 17 - - - - - - - -
1992 Sticky (Okt) - 17 - - - - - - - -
1992 The Queen Of Outer Space (Nov) - 23 - - - - - - - -
1992 No Christmas (Dez) - 25 - - - - - - - -
1996 Montreal - 40 - - - - - - - -
2004 Interstate 5 - 62 - - - - - - - -
2005 I'm From Further North Than You - 34 - - - - - - - -

Jahrescharts

Jahr Titel Kritiker Charts Leser Charts
NME Spex Rolling Stone Spex
1987 George Best
14
33
-
20
1989 Bizarro
26
-
-
-
2005 Take Fountain
-
-
16
-
Singles
1985 Go Out And Get 'Em
-
30
-
-
1986 This Boy Can't Wait Much Longer
-
22
-
-
1986 Once More
49
-
-
-
1987 My Favorite Dress
27
-
-
-
1988 Nobody's Twisting Your Arm
44
-
-
-
1989 Kennedy
43
-
-
-

Kompilationsbeiträge

Referenzkasten

  • Zitat John Peel: „The boy Gedge has written some of the best love songs of the Rock`n´Roll Era. You may dispute this, but I`m right and you`re wrong !”

Trivia

1992 veröffentlichten Wedding Present nicht nur jeden Monat eine Single, die Band erhielt daraufhin auch einen Eintrag ins Guiness Buch der Rekorde, da sich jede dieser Singles unter den Top 30 der UK Single Charts platzieren konnte.

Referenzbands

Coverversionen

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Remixe

The Wedding present werden geremixt von...
  • Klee – I'm From Further North Than You (auf: Search for Paradise)

Videoclips

Weblinks