Lo-Fi

Aus indiepedia.de

Lo-Fi ist ein Kürzel für Low Fidelity. Ein ironischer Verweis auf Hi-Fi, High Fidelity. Lo-Fi Acts nehmen meist mit Home Recording Equipment wie Vierspurrekordern auf. Die mindere Tonqualität der Aufnahmen wird durch besonders viel Charme aufgehoben. Lo-Fi ist in diesem Sinne nicht zwingend auf Gitarrenmusik beschränkt sondern versteht sich Genreübergreifend und scheut auch nicht den Einsatz von Elektronik (wie z.B. Mikrofisch). Eine noch radikalere Spielart des Lo-Fi lehnt zudem auch "professionelles" Home Recording Equipment ab und benutzt stattdessen analoge Bandgeräte, die in fast jedem Haushalt verfügbar sind, wie z.B. einfache Kassettenrecorder und Diktiergeräte. Diese Aufnahmetechnik erzwingt zumeist eine One-Take-Politik, d.h. alle Stücke müssen live und in einem Stück aufgenommen werden, bevor sie, wie das in den meisten Fällen solcher "Unproduktionen" der Fall ist, auf Tapesamplern oder im Internet veröffentlicht werden. Ähnlich wie bei den frühen Tocotronic Stücken, sind Textpassagen dabei bisweilen teilweise oder gänzlich unverständlich, Verspieler oder sogar obskure Störgeräusche wie Telefonklingeln (so z.B. in einem Lied von Nilz No., aber auch bei den Moldy Peaches) erweitern das Klangspektrum. Die Slacker-Hymne "Loser" von Beck brachte dem Genre kurzweilig breite Aufmerksamkeit.

Musikalisch speist sich das Lo-Fi-Genre aus verschiedenen Richtungen. Sowohl Singer/Songwriter, Folktronica als auch Bands mit Punk-Roots passen unter den Oberbegriff Lo-Fi. Ebenso ist der Indie-Rock-Gegenentwurf zum erdrückend dominanten Grunge und Alternative Rock in den frühen 90er Jahren in den USA der Lo-Fi-Bewegung angehörig - Pavements Debut "Slanted & Enchanted" ist dafür exemplarisch.


Künstler: z.B. Smog, Guided By Voices, Thermals, Daniel Johnston, Beck, Pavement, The Moldy Peaches, Beat Happening

Wichtige Alben und Songs

Alben:

Songs:

Meine Werkzeuge
Namensräume
Varianten
Aktionen
Navigation
Inhalt
Bilder
Werkzeuge