Element of Crime

Aus indiepedia.de
(Weitergeleitet von Element Of Crime)
Wechseln zu: Navigation, Suche
Element of Crime
Element of Crime live am 4. August 2006 auf dem Haldern
Element of Crime live am 4. August 2006 auf dem Haldern
Herkunft: Berlin
Aktiver Zeitraum: seit 1985
Genres: Rock, Indiepop
Labels: Ata Tak
Polydor
Motor Music
Universal
Homepage: element-of-crime.de
Line-Up:
Sven Regener (Gesang, Gitarre, Trompete)
Richard Pappik (Schlagzeug) (seit 1986)
Jakob Ilja (Gitarre)
David Young (Bass) (seit 2002)
Ehemalige Mitglieder:
Christian Hartje (Bass) (19952002)
Paul Lukas (Bass) (bis 1995)
Uwe Bauer (Schlagzeug) (bis 1986)
Jürgen Fabritius (Saxophon) (bis 1986)

Bandgeschichte

Sven Regener gründet Element of Crime im März 1985 zusammen mit Jakob Friderichs, Paul Lukas, Jürgen Fabritius und Uwe Bauer (Ex-Fehlfarben) in West-Berlin. Nach einigen Auftritten landet die Band bei Ata Tak, es folgt eine erste Tour durch Deutschland und Skandinavien. Im Herbst desselben Jahres nimmt die Band ihr Debütalbum Basically Sad auf, das Bauer als erfahrenstes Mitglied produziert. Das Album erscheint 1986 ohne großes Aufsehen, doch kurz darauf wird die Band von Polydor gesignt. Außerdem ersetzt Richard Pappik Uwe Bauer am Schlagzeug, da der Band keine Mindestgage garantiert werden kann, steigt auch Jürgen Fabritius aus, so dass es ab diesem Zeitpunkt keinen Saxophonisten mehr gibt. Das zweite Album Try to Be Mensch entsteht 1987 in London und wird von John Cale produziert, eine Tatsache, die dem Album kostenlose Promotion einbringt. Das Album verkauft sich deutlich besser als das Debüt und es folgen größere Touren. Für die Aufnahmen am dritten Album geht es nach New York, wo David Young 1988 Freedom, Love & Happiness produziert. 1989 erscheint dann das vierte Album The Ballad of Jimmy & Johnny, das in Berlin aufgenommen wird und den ersten deutschsprachigen Song der Band enthält. Das Album ist jedoch, ebenso wie Try to Be Mensch wenig erfolgreich, aus Geldnot und kreativer Ratlosigkeit erscheint 1990 das Live-Album Live: Crime Pays.

1991 beginnt mit Damals hinterm Mond die zweite Phase der Gruppe, die es nun (auch nach etwas Druck der Plattenfirma) auf Deutsch versuchen will. Beim Erscheinen des Albums sind viele Fans verärgert, die Kritiken gemischt und der große Erfolg stellt sich nicht ein. Nach Auftritt als Vorgruppe von Herbert Grönemeyer nimmt die Band 1992 das Album Weißes Papier auf, das noch mehr als bisher von Streicher- und Bläserarrangements bestimmt wird. Als die Platte 1993 erscheint, ermöglicht sie der Band den Durchbruch, das Album wird ein Top 30-Hit und die Kritiker sind begeistert. An einem Sonntag im April kann 1994 an diesen Erfolg anknüpfen, zum ersten Mal spielt die Band nicht in kleinen Clubs, sondern ganz Hallen füllen. 1995 legt die Band eine Schaffenspause ein und Paul Lukas steigt aus, dafür wird nun Christian Hartje Bassist. Auch das vierte „deutsche“ Album Die schönen Rosen schafft es 1996 in die Top 30, danach folgen wieder ausgiebige Touren und Solo-Projekte der Bandmitglieder. Drei Jahre später erscheint Psycho und schafft den Sprung auf Platz 11 der Charts, der bisher größte Erfolg der Band, eine Europa-Tournee schließt sich an. 2000 nehmen sie für Leander Haußmanns Inszenierung von „Peter Pan“ einige Stücke auf, die auch veröffentlicht werden.

Das 2001er Album Romantik klingt anders als die bisherigen Platten und sticht aus der Diskographie heraus, ist dabei zwar weniger erfolgreich als „Psycho“, doch für die Top 20 reicht es immer noch. In den folgenden Jahren werden die Konzerte größer, dazu kommen Mega-Festivals wie Rock am Ring. Christian Hartje verlässt 2002 die Band und David Young, der eigentlich schon seit Jahren inoffiziell dabei ist, wird nun festes Bandmitglied. Danach wird es erst mal wieder ruhig um die Band, Sven Regener feiert mit seinen Romanen Herr Lehmann und Neue Vahr Süd Autorenerfolge, alle andere haben eigene Projekte mit denen sie sich beschäftigen. 2005 erscheint dann nach vier Jahren das neue Album Mittelpunkt der Welt und wird erfolgreicher als alle Veröffentlichungen zuvor. Das Album knackt die Alben-Top 10 und sogar die beiden Singles Delmenhorst und Straßenbahn des Todes sind erfolgreich. Danach folgen wieder nur Touren und das Warten auf ein neues Album. Das endet im Herbst 2009 als das neue Album Immer da wo du bist bin ich nie erscheint und zum erneut größten Hit der Band wird, da es Platz 2 der deutschen Charts erreicht.

Referenzkasten

  • Der Satiriker Wiglaf Droste spricht in seinem Text Deutsche Dogge über die Forderung von Heinz Rudolf Kunze nach einer Quote für deutschsprachige Musik im Radio, wobei Kunze unter anderem auf den "Nachwuchs" auch in Form von Element of Crime verweist. Droste "tröstet" dabei die ungewollt vereinnahmte Band mit dem Gedicht "Wir kämen so gerne nach Hause/und kommen bloß immer ins Heim/In dieser Stimmung tröstet uns/das Lied von Element of Crime".

Kollaborationen

Diskographie

* für die komplette Diskographie siehe den Artikel Element-of-Crime-Diskographie

Kompilationsbeiträge

Coverversionen

Element Of Crime covern ...

Element Of Crime werden gecovert von...

Weblinks