Alice Cooper

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Alice Cooper
Alice Cooper im Jahr 1972
Alice Cooper im Jahr 1972
Herkunft: Detroit, Michigan, USA
Geboren: 4. Februar 1948 (69 Jahre)
Aktiver Zeitraum: seit 1968
Genres: Hardrock
Instrumente: Gesang
Labels: Straight, Warner Bros., Atlantic, MCA, Epic, Spitfire, Eagle, New West
Homepage: AliceCooper.com

Alice Cooper kann man wohl guten Gewissen als Gottvater des Schock-Rock bezeichnen.

Biographie

Ohne Alice Cooper hätten es Bands wie Kiss, W.A.S.P., Marilyn Manson oder von mir aus auch Lordi wohl deutlich schwerer gehabt, "ihren" Stil zu finden, denn was der als Vincent Damon Furnier geborene Mann aus Detroit für den Schockrock getan hat, ist kaum aus der Popmusikgeschichte wegzudenken. Gestartet in den 1960er Jahren in allerlei Coverkapellen, fanden Alice Cooper (was damals noch die komplette Band bezeichnete) um das Jahr 1968 ihren Weg zu Mentor Frank Zappa, bei dem sie auch ihre ersten beiden Alben veröffentlichten. Doch erst ab 1970 entwickelte sich die charakteristische Bühnenshow von Band und Frontmann, auf dem allerlei Schock-Requisiten wie lebendige Schlangen, literweise Kunstblut, simulierte Hinrichtungen und sonstige Eskapaden zum Einsatz kamen. Dies half auch dabei, die bislang kommerziell wenig erfolgreiche Gruppe auch in die Charts zu bringen, und die Alben "Love it to Death" (1971), "School's Out" (1972) und vor allem der Nummer-Eins-Hit "Billion Dollar Babies" (1973) verkauften sich blendend.

1974 trennte sich Alice Cooper von seiner ursprünglichen Band und verfolgte eine Solokarriere, die fortan äußerst wechselhaft verlaufen sollte. Zwar wurde das programmatische Konzeptalbum "Welcome to My Nightmare" von 1975 wieder ein Hit, doch versank Cooper danach immer mehr in Alkoholabängigkeit, die mit Unterbrechungen bis in die Mitte der 1980er Jahre andauern sollte. Inzwischen war der Hair Metal populär geworden und hatte in Alice Cooper eines seiner natürlichen Vorbilder gefunden, was wiederum auch den Sound des Schock-Opas beeinflusste. Dies schlug sich auf dem 1989er Album "Trash" nieder, wo Cooper unter anderem von Bon Jovi und Aerosmith unterstützt wurde und ihm mit dem Song Poison auch endlich wieder ein veritabler Single-Hit gelang. In den 1990ern übertrug sich Alice Coopers Kultstatus auch auf die Grunge- und Alternative-Generation: 1991 durfte er sich in "Wayne's World" von den Metalheads Wayne und Garth abfeiern lassen, und für sein 1994er Album "The Last Temptation" unterstützte Soundgarden-Sänger Chris Cornell den Vater des Theater-Rocks mit den Songs Unholy War und Stolen Prayer. Seitdem macht Alice Cooper munter mit Platten und Bühnenshows weiter und dürfte wohl gleichsam Ozzy Osbourne-mäßig so lange Fledermäusen den Kopf abbeißen, bis der gute Mann von der Bühne kippt. Für September 2011 ist zudem Coopers neues Album "Welcome 2 My Nightmare" angekündigt, das eine thematische Fortsetzung des beinahe gleichnamigen 1974er Erfolgsalbums darstellen und zudem Gastbeiträge langjähriger musikalischer Weggefährten des Horror-Altmeisters beinhalten soll.

Diskographie

  • 1969 Pretties for You
  • 1970 Easy Action
  • 1971 Love it to Death
  • 1971 Killer
  • 1972 School's Out
  • 1973 Billion Dollar Babies
  • 1973 Muscle of Love
  • 1974 Welcome to My Nightmare
  • 1976 Alice Cooper Goes to Hell
  • 1977 Lace and Whiskey
  • 1978 From the Inside
  • 1980 Flush the Fashion
  • 1981 Special Forces
  • 1982 Zipper Catches Skin
  • 1983 DaDa
  • 1986 Constrictor
  • 1987 Raise Your Fist and Yell
  • 1989 Trash
  • 1991 Hey Stoopid
  • 1994 The Last Temptation
  • 2000 Brutal Planet
  • 2001 Dragontown
  • 2003 The Eyes of Alice Cooper
  • 2005 Dirty Diamonds
  • 2008 Along Came a Spider
  • 2011 Welcome 2 My Nightmare

Kollaborationen

All-Time-Charts

Love It to Death

Trivia

  • Alice Cooper ist begeisterter Golfspieler mit einem Handicap von 5.
  • Bei seinen Bühnenshows wird er regelmäßig von seinen Familienangehörigen (u.a. Ehefrau Sheryl und Tochter Calico) unterstützt.
  • Auch wenn Alice Cooper von fundamentalistischen christlichen Gruppierungen gerne als Teufel und Oberbösewicht stilisiert wird, ändert das nichts an der Tatsache, dass Alice Cooper überzeugter Christ ist, der jeden Sonntag in der Kirche anzutreffen ist

Referenzbands

Weblinks